Fuorcla Sesvenna (2818 m)

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Talorte: 🇨🇭 S-charl (1807 m), 🇮🇹 Sesvennahütte (2258 m)
km/hm: 11 km, 1028 hm 🔼
Level:  Schwer 
Fahrtechnik: 5 von 5 Sternen
Schiebestrecken: Bergauf insgesamt 40′ Schieben sowie 20′ Tragen
E-Bikes: für E-MTB nicht geeignet für E-MTB nicht geeignet
Hütten/Einkehr: 🏠 S-charl (1807 m)
🏠 Sesvennahütte (2258 m)

Beschreibung des Passes

Die Fuorcla Sesvenna stellt eine Querverbindung zwischen den beiden für Mountainbiker ideal geeigneten Nord-Süd-Übergangen des Passo Costainas (2251 m) im Westen und der Uinaschlucht mit dem Schlinigpass (2309 m) im Osten dar. Durch ihren West-Ost-Verlauf und die lange Schiebe- und Tragestrecke bergauf sowie das hohe fahrtechnische Niveau mit vielen Schiebestücken bergab eignet sie sich kaum für Transalp-Touren, und ist auch im Rahmen einer Tagestour nur für schiebefreudige Biker zu empfehlen.

Der Talort 🏠 S-charl (1807 m) gehört zur Gemeinde Scuol, und ist von dort aus auf einer Fahrstraße (Asphalt und Schotter) oder per Postbus erreichbar. Die Auffahrt beginnt nordwärts entlang des Baches Sesvenna auf einem Schotterweg. Dieser steigt mal stärker, mal flacher an, und erreicht nach 2,6 km und 290 Höhenmetern die Sesvenna-Alpe. Ab hier geht es auf Wanderwegen weiter, und es erfolgt eine kurze fahrbare Trailabfahrt von 15 Tiefenmetern an den Bach. Auf den darauf folgenden 1,7 km mit 240 Höhenmetern muss das Rad wegen des steilen Verlaufs überwiegend geschoben werden. Danach wird jedoch eine Felskuppe erreicht, von der aus sich der Blick auf eine fast flache Hochfläche öffnet, in der der Sesvenna-Bach geradezu vor sich hin plätschert. Der Wanderweg wird ab hier größtenteils fahrbar, und schlängelt sich am Bach entlang. Unser Ziel, die Fuorcla Sesvenna, ist von hier aus noch nicht zu sehen.

Die Hochebene endet abrupt nach knapp 2 Streckenkilometern an einer „Wand“, die kaum den weiteren Wegverlauf erkennen lässt. Hier muss in einem felsdurchsetzten Hang mit viel Geröll das Bike überwiegend bergauf getragen werden. Der nur rund 300 m lange Abschnitt überbrückt gut 140 Höhenmeter, bevor sich das Gelände unmittelbar vor dem kleinen Gletschersee in 2660 m Höhe abflacht. Ab hier ist auch die Fuorcola Sesvenna zu erahnen, und die letzten 850 Streckenmeter mit 160 Höhenmetern Anstieg lassen sich teils fahrend (wer in dieser Höhe noch kann), teils schiebend bewältigen.

Am Pass eröffnet sich ein einzigartiger Ausblick über den kleinen Furkelsee an der Nordseite des Passes, bis hinüber zu den Gipfeln um die Gamsspitze in den Ötztaler Alpen.

Der Verlauf des Abfahrtsweges ist bis zum Rand des Furkelsees bereits zu sehen. Sie ist zu Beginn vollständig fahrbar, im oberen Bereich mit viel Geröll noch im S3-Bereich, aber bald einfacher und ab dem Furkelsee sogar sehr flowig. Das Gelände fällt konsequent in Richtung der Sesvennahütte ab, und mit ihr der nur 2,7 km kurze und 560 Höhenmeter umfassende Abfahrtstrail. Einzelne Abschnitte mit viel Geröll sollten aus Sicherheitsgründen (Absturzgefahr zur Seite!) besser kurz geschoben werden. Es eröffnet sich ein weiter Ausblick über das Hochtal des Schlinigpasses, in Richtung der Uinaschlucht. Obwohl das dortige Gelände sehr einfach aussieht, zieht der Wanderweg konsequent ostwärts in Richtung der Sesvennahütte, wobei ein kleiner Sattel vor einem markanten Buckel umrundet wird. Hier beginnt die Alm um die Sesvennahütte, in der der Wanderweg die letzten 850 Streckenmeter absteigt. Dieser Abschnitt wird durch das ausgetretene Wiesengelände mit vielen Felsen zum Schluss etwas müßig, hier lässt sich kaum fahren. Da die 🏠 Sesvennahütte jedoch bereits in Sicht ist, ist dieses letzte Schiebestück erträglich.